• Barbara Preining

Warum ein Blog?

Es gibt doch schon so viele!



2016, als meine Erkrankung ME/CFS (was ich damals noch nicht wusste) so richtig ausbrach, war ich dermaßen verzweifelt, dass ich oft nicht wusste, wie ich mit all diesen schlimmen Symptomen, die jede Minute meines Lebens bestimmten, irgendwie weiterleben kann. Ein Leben mit dieser Erkrankung erschien mir häufig als nicht mehr lebenswert. Ich war immer ein positiver Mensch, der Ziele hatte, diese erreichte, meine Freizeit genoss, viele gute Freunde hatte. Und plötzlich war nichts mehr davon da … Es begann eine lange lange Reise und jede Menge Recherche, was sich in dem Zustand, wo ich oft nicht fähig war, eine Seite zu lesen und diese zu erfassen, äußerst schwierig darstellte. Ärzte, die sich mit ME/CFS in Österreich auskennen, kann man leider an zwei Händen abzählen. Ich bin mit vielen anderen Betroffenen in Kontakt gekommen. Dies gab mir das Gefühl, nicht der einzige „Alien“ mit dieser Krankheit auf dem Planeten Erde zu sein.

Vertraue immer darauf, dass jede Situation in deinem Leben einen tieferen Sinn hat, auch wenn wir ihn oft absolut nicht erkennen können.

Vertraue deinem Prozess

Wenn ich jetzt auf die letzten Jahre zurückblicke, halte ich viele sehr unterschiedliche Puzzle Stücke in der Hand, die für mich zusammen ein relativ genaues Bild ergeben. Da ich vor meiner Erkrankung im Prozess- und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen gearbeitet habe, sehe ich vieles sehr „prozesshaft“. Deshalb auch der Name meines Blogs „Trust your Process“. Im Sinne von, vertraue immer darauf, dass jede Situation in deinem Leben einen tieferen Sinn hat, auch wenn wir ihn oft absolut nicht erkennen können. Manchmal gelingt es uns ihn zumindest hinterher zu identifizieren. Und wir sollten diesem Prozess, der uns irgendwo hinführen wird, vertrauen. Auch wenn das oft nur heißt zu atmen, im Bett zu liegen, am Leben zu bleiben und nicht zu resignieren.




Durch meinen Blog möchte ich anderen Betroffenen Mut machen, dass auch wieder lebenswerte Momente kommen werden. Ich möchte hier Informationen bereitstellen. Diese sollen auf kürzerem Wege als in meinem Fall und mit weniger finanziellen Mitteln bei den Betroffenen ankommen. Außerdem liegt es mir am Herzen über tiefgreifende Themen zu schreiben, über Lebensansichten, psychologische Themen und unterstützende Handlungsempfehlungen.


Durch meinen Blog möchte ich anderen Betroffenen Mut machen, dass auch wieder lebenswerte Momente kommen werden.

Natürlich muss man immer berücksichtigen, dass man gerade mit ME/CFS nicht sagen kann, dass das was Patient A hilft auch immer Patient B hilft. Alles was ich in meinem Blog schreibe bezieht sich auf meine Erfahrungen mit der Erkrankung, auf die Rückmeldungen vieler anderer Betroffener und schlussendlich auf mein fachspezifisches berufliches Know-how. Aber meine Wahrheit muss nicht deiner Wahrheit entsprechen. Darum prüfe bitte immer, ob das Gelesene auch für dich stimmig ist.


Eines sollte man mit dieser Erkrankung niemals verlieren und das ist meines Erachtens HUMOR. Mir ist es wichtig, hier nicht in einem „ach ich bin so arm“ Chargon zu schreiben, sondern vieles auch mit Humor, etwas Distanz und v.a. auch mit Sinn zu gestalten. Denn ich bin davon überzeugt, dass positive Gedanken und Vorstellungen mächtig sind und man damit Dinge bewirken kann, die keine Pille der Welt zustande bringt.

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Mag.(FH) Barbara Preining

Linz/Oberösterreich

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